|
Wir es diese dreier Koordination sein, die jeder einzeln, nichts für sein Land bringt? Ist es Amerika, dass Leid für die ganze Welt und seine Blume Obama? Die EU, die heute schon nicht mehr weiss, es sie gestern gesagt hat und die sich selbst sogar vermarktet? Oder ist es Iran und Syrien, die nicht wissen, welche Werte welchen Zeitalters sie repräsentieren und die nicht mal Freund einer Schlange sein können? Ist es der Rapport eines amerikanischen Experten, der von der anderen Seite der Welt über ein Volk schreibt, dass er noch nie gesehen hat, dass er nicht kennt? Sind es die Führer des fernen Osten’s, die beim vorbeifahren, in der Türkei vorbei geschaut haben oder die Führer der osteuropäischen Länder, die Besitzer der grossen Firmen? Als wir so diskutierten und uns amüsierten, in dem nassen Gras, alle an einen Baum lehnend, haben wir unsere Augen geschlossen und waren vertieft. Nicht weil wir müde waren, vielleicht suchten wir die Antwort der Frage in uns selbst… Auf einmal waren wir die drei Zündhölzer, die Mazlum in der 35. Gefängniszelle in Amed zündete. Auf einmal waren wir Agit, der in Botan die ARGK in das Ohr des Volkes flüsterte. Auf einmal wurden wir zum Volk, dass in Lice bei der Beerdigung eines Märtyrers aufstand. Auf einmal waren wir Zilan, die in Dersim den Samen von Tausenden von Jahren setzte. Auf einmal wurden wir zu den kleinen Generälen, die in Adana, in Mersin hinter den Panzern her rannten. Auf einmal wurden wir zu Mustafa und Mahsum, die in Amara „der Führende“ bis zum Tode sagten. Auf einmal wurden wir in Besta zum ganz jungen Karker Cudi, der sich gegen die Führung bewaffnet hatte. Dann haben wir uns, wohl mit der Ahnung eines Guerillas, im nassen Gras, jeweils an einen Baum lehnend gefunden, die Augen auf unsere Läufe gerichtet, die an unsere Schultern gelehnt waren. Wir haben leise gelacht. Wer wird diesen Knoten lösen… Die Antwort, die auf keine Worte wartete, mit diesem bedeutungsvollen Lächeln danach. Die Jahreszeit ist Frühling… Vielleicht verspürt es jeder anders, aber bei uns ist es immer das gleiche Streben und die gleiche Aufregung.
Von Bişar Andok
|